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Hintergrund

Deponien sind in Europa nach der Landwirtschaft die zweitgrößte Quelle anthropogener Methanemissionen. Methan ist explosibel und trägt gegenüber Kohlendioxid mit der 23fachen Wirkung zum Treibhauseffekt bei. Die Nutzung oder Abfackelung deponiebürtigen Methans ist bei älteren Deponien aufgrund des verminderten Gasaufkommens in der Regel nicht mehr möglich. Von den zahlreichen Altdeponien geht daher auch noch Jahrzehnte nach Abschluss der Deponierung ein erhebliches Gefährdungs- und klimawirksames Potenzial aus.
Eine wirksame und kostengünstige Möglichkeit zur Verminderung dieser Emissionen stellt die mikrobielle Oxidation von Methan in Biofiltern oder Deponieabdeckschichten dar. Sie erfolgt durch methanotrophe Bakterien nach folgender Gleichung:


Obwohl das Potenzial der mikrobiellen Methanoxidation zur Verminderung von Schwachgasemissionen vielfach erkannt wurde, fehlen bislang Empfehlungen für den technischen Aufbau von entsprechend optimierten Deponieabdeckschichten sowie ein Methoden-Set zur Quantifizierung der Methanoxidationsleistung.